Monatsarchiv: Februar 2011

Anders als die anderen: Der letzte Tag auf der 61. Berlinale

Es ist schon hell, wenn der Wecker klingelt. Es ist keine pure Qual, aufzustehen, schließlich reichen gute sechs Stunden, um sich auszuschlafen. Die Tickets liegen schon in der Tasche und für morgen macht es keinen Sinn mehr welche zu holen, da am Publikumstag, dem 20. Februar, die Kontingente für Akkreditierte so klein sind, dass es wohl nicht mehr viel zu holen gäbe. Außerdem muss irgendwann einmal Schluss sein, das „normale Leben“ muss wieder einkehren, auch wenn es einem nicht recht sein kann. Lesen fortsetzen

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Verirrte Revolutionäre: „Wer wenn nicht wir“ über Hoffnung und Scheitern

Wieder ist im Friedrichstadtpalast kaum ein Platz zu bekommen, als am Freitag um 12 Uhr das deutsche Drama „Wer wenn nicht wir“ von Andres Veiel vorgeführt wird. Wieder ist es die Geschichte von jungen Menschen, die die Gegenwartswidersprüche entdecken, aber trotz aller Bemühungen keine relevanten Mittel finden, um gegen sie anzukämpfen. Lesen fortsetzen

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Die 61. Berlinale stellt unsere Welt in Frage – schon wieder.

Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin dabei zu sein, ist einerseits eine interessante Erfahrung voller großartiger Eindrücke, aber gleichzeitig auch harte Arbeit: Wer eines der 300.000 Tickets abbekommen möchte, muss sich möglichst zeitig in eine der nicht enden wollenden Schlangen in den Potsdamer-Platz-Arkaden einreihen. Die manchmal beneideten Personen mit einer Festival-Akkreditierung – sozusagen einer „Berlinale-Flatrate“ für Filmwissenschaftler_innen, Presse- und Wirtschaftsvertreter_innen – haben zwar die Chance, so viele Filme zu gucken, wie sie wollen, doch auch sie dürfen keine Langschläfer sein: bereits dreiviertel neun sind die meisten begehrten Karten weg, dabei fasst die Schlange wartender Filmbegeisterter zu Spitzenzeiten geschätzte 500 wartende Akkreditierte. Später reißt man sich in den Sälen um die besten Plätze, und zwischen den täglich bis zu sechs Filmen bleibt nicht viel Zeit, das Gesehene zu verarbeiten oder wenigstens etwas sättigendes zwischen die Zähne zu kriegen. Lesen fortsetzen

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Generation ohne Identität: „The Future“ auf der Berlinale über Menschen, die sich nicht finden

Der Friedrichstadtpalast ist so stark gefüllt wie es sonst nur selten auf der Berlinale der Fall ist: Der Ansturm ist groß, alle wollen die Geschichte zweier junger Menschen sehen, die in einer unaufgeräumten Einzimmerwohnung hausen, mehr oder weniger intellektuelle Gespräche über die Irrelevanz der Alltagsereignisse führen und schlussendlich doch nichts mit sich anzufangen wissen. Lesen fortsetzen

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Film ohne Alternativen: “Die Jungs vom Bahnhof Zoo”

Der Dokumentarfilm „Die Jungs vom Bahnhof Zoo“, welcher gestern auf der 61. Berlinale im Cinemaxx am Potsdamer Platz erstmalig öffentlich aufgeführt wurde, lässt keinen Spielraum für Auslegungen, gewagte weitschweifende Interpretationen oder kluge Kommentare. Der Film des durch seine Mitbegründung der deutschen Homosexuellen-Bewegung und seine dieses Thema behandelnden Filme bereits aufgefallenen Regisseurs Rosa von Praunheim erzählt die Geschichten von fünf jungen Männern im „besten Alter“, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten in das Milieu der schwulen Prostitution gerutscht sind: Der eine wurde erst von seiner Mutter misshandelt und tyrannisiert, kam dann in einem Jugendheim in Kontakt mit Drogen und Kriminalität und stand wenig später vor dem Berliner Bahnhof Zoologischer Garten, um „Anzuschaffen“ – die 100 Mark seien für ihn leicht verdientes Geld gewesen, auch wenn die Arbeit nicht angenehm war. Lesen fortsetzen

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Unüberwindbare Situationen: “V Subbotu” und “Amnistia” am Dienstag bei der 61. Berlinale

Der Dienstag auf den 61. Internationalen Filmfestspielen in Berlinale neigen sich unaufhaltsam dem Ende entgegen: Wer es drauf anlegte, konnte heute bis zu sechs Film sehen. Ich habe es darauf angelegt und nehme heute einige verstörende Eindrücke mit. Lesen fortsetzen

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Zum Staatskapitalisten zum Staatskapitalisten: “Khodorkovsky” am Dienstag auf der Berlinale

Andrang vor dem Saal 7 im Cinestar am Berliner Alexanderplatz: Um 14.15 Uhr lief heute zum zweiten Mal der Dokumentarfilm über den russischen Großoligarchen und derzeit inhaftierten Michail Borissowitsch Chodorkowski durch den Projekt, nachdem er gestern erstmalig im International aufgeführt wurde. Die Schlange der “Nachrücker”, die auf einen Sitzplatz hoffen, ohne ein Ticket zu haben, ist lang. Lesen fortsetzen

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Singende Revolutionäre, fiese Klausuren und sowjetische Jungbrunnen: Mein Montag auf der 61. Berlinale

Nachdem ich mich am Sonntag nach einem langen Jahr des Wartens wieder an die Berlinale herangetastet habe (obwohl ich eigentlich eher für eine Klausur hätte lernen müssen…) und einen gelungenen Einstieg mit dem ratlos lassenden Afrikadrama „Schlafkrankheit“ (Köhler, Deutschland/Frankreich/Niederlande 2011) und der bissig-herzlichen Tragikomödie „Almanya – Willkommen in Deutschland“ (Samdereli, Deutschland, 2010) – zu diesen beiden Filmen später mehr –, standen heute um 9.30 Uhr im Friedrichstadtpalast „Sing Your Song“ (Rostock, USA 2010), das russische Sciencefiction-Gesellschaftsdrama „Mishen“ (Zeldovich, Russland 2010) sowie die Berlinale Short IV mit „Frage an meinen Vater“ (Mühe, Deutschland 2011), „Apele Tac“ („Silent River“, Lazarescu, Deutschland/Rumänien 2011) und „Planet Z“ (Seto, Frankreich 2011) auf dem Programm. Lesen fortsetzen

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Jetzt geht es los: 61. Berlinale beginnt / Tipps und Hinweise für erstmalig Akkreditierte

Menschen, die jeden Tag aufs Neue um das wichtigste Lebensmittel Wasser gegen Armee und Konzerne kämpfen müssen (También la lluvia); “Neureiche” Russ_innen im Jahr 2020, die nicht mehr wissen, was sie sich mit ihren unglaublichen Geldmittel kaufen sollen (Mishen); Jugendliche … Lesen fortsetzen

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Raab und ARD verpassen eine riesige Chance

Manch eine_r empfindet die Euphorie um den plötzlichen Erfolg von Gesangstalent Lena Meyer-Landrut beim zurückliegenden Eurovision Song Contest als neues deutsches „Sommermärchen“. Der Vergleich zum Fußball-WM-Sommer 2006 ist nicht verfehlt. […] Dass die Titelverteidigung nicht auf eine gesamtgesellschaftliche Begeisterungswelle von 2010 setzen werden kann, zeichnete sich schon relativ zeitig ab, […] dabei hätte es genügend Potential gegeben, der Lenamania in diesem Jahr eine positive demokratische Wendung zu geben, ohne die Künstlerin weiter zu kapitalisieren… Lesen fortsetzen

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